missio Limburg
Sr. Hilaria Puthirikkal

"Du führst mich hinaus ins Weite"

Gast im Monat der Weltmission 2017 aus Burkina Faso

In diesem Jahr stehen im Monat der Weltmission die Frauen und Mädchen in Burkina Faso im Mittelpunkt. Die missio-Gäste, die im Oktober in Deutschland sein werden, setzen sich in besonderem Maße für ein Empowerment von Frauen und in diesem Land ein.

Die Menschen in Burkina Faso haben ihrem Land den Namen „Land der aufrechten Menschen“ gegeben. Sie sind stolz auf ihre friedliche Revolution und ihre politische Tradition, auf das gute Miteinander von Christen und Muslimen, auf die ethnische Vielfalt. Doch Burkina Faso ist auch eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Klimaveränderungen und Dürreperioden treffen besonders die in der Sahelzone liegenden Landesteile hart. Bleibt der spärliche Regen aus oder fällt er zur falschen Zeit, müssen die Menschen hungern. Mangels alternativer Einkommensquellen versuchen viele ihr Glück bei der Goldsuche. Perspektivlosigkeit wird zum Nährboden für islamistische Terrorzellen.

Im Bistum Limburg wird Sr. Hilaria Puthirikkal vom 16. bis 22. Oktober zu Gast sein und von ihrer Arbeit berichten. Die gebürtige Inderin trat in Deutschland in einen Orden ein, lernte die Sprache und baute in Madagaskar eine neue Gemeinschaft ihres Ordens auf. Seit 2011 betreut sie in Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt in Burkina Faso, inhaftierte Frauen. Die Bedingungen in den einheimischen Gefängnissen sind katastrophal. Viele Frauen sitzen oft jahrelang in Haft, ohne dass ein Urteil fällt. Die wenigsten können sich einen Anwalt leisten und auch vonseiten der Angehörigen kommt kaum Unterstützung. Schwester Hilaria besucht die Frauen regelmäßig, informiert sie über ihre Rechte, spricht auch über Themen, die in Burkina Faso tabuisiert werden: Genitalverstümmelung, Frühehe und HIV und Aids. Themen, die oft im Leben der Frauen eine große Rolle spielen.

Neben der Gefängnisarbeit hilft Schwester Hilaria jungen Frauen, mit einer kleinen Starthilfe eigene einkommensschaffende Projekte zu starten. Damit können die Frauen die Familie versorgen und die Kinder zur Schule schicken, denn Frauen und Kinder sind die ersten Opfer der extremen Armut des Landes.

 

 

Monat der Weltmission 2016: Die Philippinen im Blick

"... denn sie werden Erbarmen finden" (Mt 5,7) lautet das Leitwort der missio-Aktion zum Sonntag der Weltmission. Die Aktion im Oktober 2016 stellt die Familienpastoral der Kirche auf den Philippinen vor.

Die Philippinen sind ein Inselstaat im Herzen Südostasiens. Neben Osttimor ist es der einzige asiatische Staat mit einer katholischen Bevölkerungsmehrheit

.Das missio-Aktionsplakat zeigt die Fischerfamilie Esperas in der Taifun-Region Tacloban. Die Missionsbenediktinerin Schwester Celine Saplala begleitet die Familie und hilft ihr, das Leben nach dem Taifun Haiyan wieder selbst in die Hand zu nehmen. Langfristige Hilfe, damit sich die Menschen ein neues Leben aufbauen können - selbstbestimmt und in Würde.

Nicola Maier ist missio-Gast

Gäste im Bistum Limburg

Im Pastoralzentrum in Bontoc, mitten in der Cordillera, einer Bergregion im Norden der Insel Luzon, arbeitet die einzige hauptamtliche Mitarbeiterin in der Familienpastoral: Magdalena Bagyan. Nahezu jedes Wochenende besucht sie Missionsstationen, die bis zu zehn Stunden von Bontoc entfernt sind. Sie unterstützt Ehrenamtliche mit verschiedenen Traditionen und Dialekten. Ziel ist es, dezentral in allen Gemeinden Familien zu Begleitern auszubilden, damit sie sich inkulturiert und muttersprachlich anderen Familien zuwenden können. Diese begleitenden Familien erfahren im Rahmen des "Jahres der Familie" (Dezember 2015 bis November 2016) durch ein Training der Familienpastoral Ausbildung und Coaching. Dieses Programm wird von missio gefördert. 

Das Ehepaar Christian und Nicola Maier ist ebenfalls in der Familienpastoral tätig. Beide waren vor dem Einsatz auf den Philippinen im Bistum Limburg angestellt. Christian Maier war bis 2012 Referent für Partnerschaft und Dialog, Nicola Maier war lange Jahre als Jugendbildungsreferentin unter anderem in der Jugendkirche KANA in Wiesbaden tätig. Seit Januar 2013 sind sie über COMUNDO (ehemals BMI) und der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) in den Philippinen und wollen bis Mai 2017 mit den Menschen in der Mountain Province und der Ifugao Province solidarisch leben, miteinander Glauben teilen und die Familienpastoral unterstützen.

 

 


Monat der Weltmission 2015 stellt Kirche in Tansania vor

Verkündet sein Heil von Tag zu Tag“ (Psalm 96,2). So lautet das Leitwort der missio-Jahresaktion 2015. Doch was genau bedeutet Verkündigung heute in einem afrikanischen Land wie Tansania? 50 Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil zeigen Männer und Frauen der Kirche Tansanias durch ihr konkretes Handeln und ihre Überzeugungen, welche Antworten sie auf diese Frage geben.

Tansania mit seinen Naturwundern, dem Kilimanjaro, der Serengeti und der Tropeninsel Sansibar, ist ein Land, welches wie kein anderes das Afrikabild vieler Menschen in Deutschland prägt. Seit seiner Gründung im Jahr 1964 zählt Tansania zu einem der wirtschaftlich und politisch stabilsten Länder in der Region. Und doch gehört das ostafrikanische Land gleichzeitig zu einem der ärmsten der Welt.

Bis heute zeugen viele weltkirchliche Partnerschaften in deutschen Diözesen und Pfarrgemeinden von einer engen Verbundenheit der katholischen Kirche in Deutschland und in Tansania.

Große Sorge bereitet heute der Einfluss radikaler islamistischer Gruppen, die auf der überwiegend von Muslimen bewohnten Insel Sansibar stark an Einfluss gewinnen. Mit Terroranschlägen auf Christen und moderate Muslime versuchen sie, das friedliche Zusammenleben der Religionen zu zerstören. Doch trotz Bedrohung und Spannungen engagiert sich die Kirche auf Sansibar für ein friedliches Zusammenleben und den interreligiösen Dialog.

missio-Gäste im Bistum Limburg

Im Bistum Limburg finden Veranstaltungen mit Sr. Eugenia Thomas OSS, stellvertretende Leiterin der Heilig Geist Schwestern (Gesellschaft des Apostolischen Lebens im Opus Spiritus Sancti), deren Internationale Zentrale in Königstein Mammolshain ist, statt. Sie wird besonders über die Situation der Mädchen und Frauen in Tansania berichten und von Projekten des Frauen-Empowerment.

P. Robert Makanja OSS und P. Aniceth Mosha stammen ebenfalls aus Tansania und sind seit mehreren Jahren als Priester im Bistum Limburg in der Seelsorge tätig. Sie stehen für Veranstaltungen in ihren Pfarreien zur Verfügung, insbesondere am Sonntag der Weltmission.

 

 

 


Mutige Menschen in einem widersprüchlichen Land

missio-Beispielland 2014 ist Pakistan

Christen aus Pakistan kommen im Oktober zum Sonntag der Weltmission 2014 nach Deutschland – Leitwort: „Euer Kummer wird sich in Freude verwandeln“ (Joh 16,20b)

Pakistans Christen sind mutige Menschen. Sie leben in einem schwierigen, widersprüchlichen Land. Soziale Ungerechtigkeit und Ungleichheit, religiöse Diskriminierung und Bedrängnis, fehlende Bildungsmöglichkeiten, Korruption und Angst vor Terroranschlägen prägen den Alltag. Gleichzeitig charakterisiert sie aber eine unbändige Freude am Glauben und ein ungebrochener Wille, aus ihrer Heimat ein besseres Land für alle Bürgerinnen und Bürger Pakistans zu machen. Sie engagieren sich im Gesundheitssystem, für Bildung, das Gespräch zwischen den Angehörigen der unterschiedlichen Religionen, Gerechtigkeit und Frieden.

Der Leitspruch zum Monat und Sonntag der Weltmission 2014 bringt die Hoffnung und das Lebensgefühlt der katholischen Kirche in Pakistan auf den Punkt: „Euer Kummer wird sich in Freude verwandeln“ (Joh 16,20b). Als diesjährige missio-Gäste zum Monat der Weltmission – einer der größten weltkirchlichen Solidaritätsaktionen - besuchen im kommenden Oktober zehn Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien der katholischen Kirche aus Pakistan Deutschland. Sie werden in Gemeinden, Schulen und Verbänden über ihren Alltag in Pakistan berichten.

Erste Impressionen erhalten Sie hier.

 

 

missio-Gäste vom 7. bis 14. Oktober im Bistum Limburg

In diesem Jahr werden zwei Pakistani im Bistum Limburg zu Gast sein. Father Akhtar Navved OP, der Direktor des Pastoralinstituts in Multan und Vorsitzender der Kommission Gerechtigkeit und Frieden ist, träumt vom Ausbau seines Pastoralinstituts.

Die Sozialarbeiterin Frau Mona Samreen Breen wird vom 10. bis 14.Oktober als Gast in unserem Bistum sein wird.  Sie arbeitet bei der Caritas Lahore mit den Familien in Joseph Colony, Lahore. Dort sind im März 2013 fast alle Häuser christlicher Familien in Flammen aufgegangen, nachdem ein Christ der Blasphemie beschuldigt wurde. Mrs. Samreen Mona wollte den Menschen in Joseph Colony helfen und hat aus diesem Grund ihre Arbeit bei einer anderen NGO gekündigt, um sich in Joseph Colony zu engagieren.  

 

 

Vorbereitungsworkshop zum Sonntag der Weltmission

Sie haben die Materialien für den Sonntag der Weltmission von missio bereits geschickt bekommen? Haben aber noch keine Idee, wie Sie zu dem Thema am 26. Oktober besondere Akzente setzten können? Sie möchten noch etwas mehr über den Hintergrund der Christen in Pakistan erfahren?

Am 2. Oktober, 18.00 - 21.00 Uhr, gibt es einen Vorbereitungsworkshop zum Sonntag der Weltmission. Herrn Gill, der bereits seit vielen Jahren in Deutschland lebt und als Religionslehrer in unserem Bistum tätig ist, kann aus erster Hand über die Situation der Christen in Pakistan berichten. Gemeinsam wird an dem Abend mit den vorhanden Materialien nach Formen der Umsetzung der Aktion gesucht. Anmeldung bitte bis 30.9.14!

Donnerstag, 2. Oktober, 18.00 - 21.00 Uhr, Hl. Sieben Brüder, Pfarrzentrum in Brechen, Frankfurter Str. 50

 

 

Gebetsaktion für die Christen in Pakistan

Über Kontinente hinweg verbindet das Gebet Menschen auch dort, wo manche Grenzen und Verschiedenheiten dies zu erschweren scheinen. Weltkirchliche Solidarität ist mehr als ein Sammeln für den guten Zweck, sie lebt von dem geteilten Glauben und dem gemeinsamen Vertrauen in die Kraft des Gebets, in das die Freuden, Nöte und Ängste dieser Welt und ihrer Menschen mit einfließen. In diesem Jahr blicken wir im Oktober besonders nach Pakistan, wo der Alltag der Christen von Angst und Gewalt geprägt ist. missio lädt Sie ein: Greifen Sie die Anregungen zur Gestaltung der Sonntagsgottesdienste im Oktober auf. Beteiligen Sie sich mit Ihrer ganzen Gemeinde oder einer Gruppe an der Gebetskette für Christen in Pakistan in Form einer Andacht, Meditation, Morgen- oder Abendgebet oder Gottesdienst Sie können für den Gottesdienst die liturgischen Hilfen verwenden .Nehmen Sie die Anliegen der Christen in Pakistan und weltweit hinein in die Gottesdienste und Veranstaltungen Ihrer Gemeinde. Beten Sie gemeinsam mit anderen für Frieden und ein Leben ohne Angst und Repressalien. Gerne veröffentlicht missio Ihren Gottesdienst zum Monat der Weltmission.

 

 

Petition für Asia Bibi

missio setzt sich für die Freilassung der Christin Asia Bibi ein, die vor fünf Jahren in Pakistan nach einem Streit am Arbeitsplatz auf der Grundlage dieser Blasphemiegesetze verhaftet und im November 2010 zum Tode verurteilt wurde. Ende Mai 2014 ist ein Berufungsverfahren gegen dieses Urteil erneut verschoben worden. missio möchte bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, möglichst viele Unterschriften zur Freilassung von Asia Bibi und der Abschaffung der Blasphemiegesetze in Pakistan sammeln, die an die Bundesregierung übergeben werden. Bitte unterstützen Sie diese Aktion mit Ihrer Unterschrift!

 

 

 

 

 

 


Ägypten ist missio-Beispielland 2013

Für das ägyptische Volk ist es eine Zeit des Umbruchs und der Unsicherheit. Das Zeugnis der christlichen Liebe, das von der katholischen Kirche in Ägypten gelebt wird, kann in dieser Zeit Halt geben und Hoffnung schenken. Heute gehören insgesamt 10% der Bevölkerung den verschiedenen christlichen Kirchen an. Die größte der christlichen Kirchen ist die koptisch-orthodoxe Kirche mit rund 8 Mio. Gläubigen. Es folgt – zahlenmäßig mit großem Abstand – die koptisch-katholische Kirche mit rund 165.000 Gläubigen. Sie hat seit dem 15. Januar 2013 einen neuen Patriarchen. Msgr. Ibrahim Isaac Sedrak, Bischof von Minya, ist zum neuen Oberhaupt gewählt worden. Wenige Wochen zuvor wurde mit dem koptisch-orthodoxen Papst Tawadros ein neues Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche gewählt. Beide wollen gemeinsam den innerchristlichen Dialog verstärken.

missio-Gast im Bistum Limburg zum Monat der Weltmission ist Herr Gaafar William Bakhoum

Vom 9. bis 13. Oktober 2013 ist Herr Gaafar William Bakhoum als missio-Gast im Bistum Limburg gewesen. Herr Bakhoum ist engagierter Laie, der als Geschäftsführer der "Key of Life Association" sich um die Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Luxor kümmert.

 Herr Bakhoum stammt aus Luxor im oberen Ägypten, in dem fast 60% der Menschen unter der Armutsgrenze leben. Seine Organisation ist in 24 Dörfern tätig und erreicht mit den Angeboten der "Key of Life Association fast 15.000 Menschen. Alleine in den Kindergarteneinrichtungen werden 800 Kinder und deren Eltern betreut. In einem Land, in dem fast 60% der Einwohner Analphabeten sind, gibt es nach Meinung von Herrn Bakhoum nichts Wichtigeres als Bildung.

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