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Gott ist uns Zuflucht und Stärke

Bischof Seyoum Fransua aus Äthiopien zu Gast im Bistum
Gott ist uns Zuflucht und Stärke
Gott ist uns Zuflucht und Stärke
© missio Aachen

Äthiopien, die Wiege der Menschheit, Ursprungsland des Kaffees und die Heimat der Königin von Saba ist das Beispielland des diesjährigen Weltmissionsmonats Oktober. Mit einer Kollekte  des katholischen Hilfswerks missio am 28. Oktober wird die Arbeit der weltweit ärmsten Diözesen unterstützt. 

„Gott ist uns Zuflucht und Stärke” (Ps 46) lautet das Bibelzitat, unter dem missio die Arbeit der katholischen Kirche in Äthiopien vorstellt. Nur 0,7 Prozent der Äthiopier sind Katholikinnen und Katholiken. Dennoch entfalten sie große Wirkung. Die Kirche engagiert sich für entwurzelte Menschen und schenkt ihnen neue Lebensperspektiven. Sie gibt den Menschen Heimat.

Bischof Seyoum Fransua, Äthiopien

"Ich möchte ein Friedensstifter sein"

Einer, der sich engagiert, ist Seyoum Fransua. Unermüdlich ist der neu ernannte Bischof von Hosanna unterwegs, um möglichst vielen Menschen in seinem Vikariat persönlich zu begegnen. “Ich möchte ein Friedensstifter sein und den Menschen dienen”, sagt der 47-Jährige, “egal welche ethnische Zugehörigkeit oder Religion sie haben.” 

Vom 21. bis 28. September ist Bischof Seyoum zu Gast im Bistum Limburg. Auf dem Programm stehen ein Gottesdienst am 20.09. Um 18.30 Uhr in St. Marien, Neu-Anspach, mit anschließendem Beisammensein, eine Begegnung mit der äthiopischen Gemeinde in Santa Familia und der Besuch der Bischof Neumann-Schule in Königstein. 

“Einrichtungen, Schulen und Gruppierungen im Bistum Limburg sind herzlich dazu eingeladen, Bischof Seyoum zu begegnen und mit ihm Erfahrungen auszutauschen,” sagt Jacqueline Schlesinger, missio-Diözesanreferentin im Bistum Limburg. “Wir machen gerne ein Treffen in der Zeit seines Besuches möglich.” 

Jacqueline Schlesinger
missio-Diözesanreferentin
Tel.:06431 295 417
 0173 664 665 9

Land mit vielen Herausforderungen

Das nordostafrikanische Land Äthiopien ist eine alte Kulturnation und bekannt für sein urchristliches Erbe. Gleichzeitig steht das Land vor vielen Herausforderungen. Trotz Modernisierung und stark wachsender Wirtschaft gehört Äthiopien immer noch zu einem der ärmsten Länder der Welt. Ethnische Konflikte und religiöse Umbrüche führen in dem autoritär geführten Land zu wachsenden Spannungen. Dennoch bietet Äthiopien vielen Tausend Flüchtlingen Zuflucht. 

Der Kirchenchor beim Fest der Göttlichkeit im Bergdorf Agaro-Bush mit katholischer Messe und Prozession. © Hartmut Schwarzbach/argus

Die Kollekte zum Sonntag der Weltmission ist die größte globale Solidaritätsaktion der Katholiken. Gläubige in rund 100 Ländern spenden für die Arbeit der etwa 1.160 Projekte der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Die Diözesen finanzieren daraus ihre Ausbildung, Seelsorge und Infrastruktur mit. Der Sonntag der Weltmission findet in Deutschland am vierten Sonntag im Oktober statt. Die Internationalen Katholischen Missionswerke missio Aachen und München veranstalten den Sonntag der Weltmission. 2017 hat missio Projekte in Afrika, Asien, dem Maghreb und Nahen Osten sowie Ozeanien finanziell mit 46,2 Millionen EUR unterstützt. In die Aus- und Weiterbildung flossen etwa 14 Millionen Euro, in Pastoralprojekte rund 18,1 Millionen Euro.

Äthiopien ist das Partnerland der missio-Aktion zum Weltmissionssonntag 2018. Der Film führt in das Land zwischen Afrika und Orient ein, zeigt wie sich die katholische Kirche Äthiopiens für ausgegrenzte und entwurzelte Menschen einsetzt. Im Süden Äthiopiens, in der Region Kaffa, in der der Arabica Kaffee angebaut wird, setzt sich die Ordensschwester Kidist für das kleine Volk der Menjas ein, das von anderen Volksgruppen ausgegrenzt wird. Im Südwesten des Landes, an der Grenze zum Südsudan hilft Fr. Tesfaye Petros südsudanesischen Flüchtlingen, ihren Glauben zu leben und die Hoffnung nicht zu verlieren.

Gästeflyer Bischof Seyoum Fransua - Äthiopien