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Kirche und Glaube lebendig halten

Kirche und Glaube lebendig halten
Kirche und Glaube lebendig halten

WIESBADEN-NAUROD. Wie kann Beteiligung in der Kirche theologisch verstanden werden? Und was kann getan werden, damit ein solches Kirchenverständnis in den Pfarreien Gestalt annimmt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Symposium "Praxis Partizipation" vom 19. bis 21. November 2015 im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod. Zu dem Kongress haben sich über 200 Menschen aus vielen deutschensprachigen Diözesen angemeldet - die hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierten kommen aus Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen oder sind Verantwortliche für Pastoral und Kirchenentwicklung.

"Nach den Symposien in Hildesheim 2008 und 2010 sowie Lingen 2012 wollen wir erneut gemeinsame Perspektiven erarbeiten, wie Kirche der Zukunft mit Formen der Beteiligung möglichst vieler aussehen kann. Dass so viele mitdenken wollen, zeigt uns deutlich, wie wichtig es den Menschen ist, dass Kirche und Glaube auch zukünftig in ihrem Leben relevant bleiben", sagt Jacqueline Schlesinger, Mitorganisatorin und im Bistum Limburg zuständig für die Entwicklung der Pastoral in den Gemeinden.

Das Symposium will eine Plattform für den Austausch über Wege hin zu einer partizipativen Kirche sein. Professor Dr. Jürgen Werbick, einer der Tagungsreferenten, ist überzeugt, dass die Volkskirche im traditionellen Sinne nicht mehr funktioniert. In seinem Impulsvortrag wird der emeritierte Münsteraner Theologe eine Zukunftsvision von Kirche skizzieren, die auf der biblisch-fundierten Erfahrung der Teilhabe aufbaut. Dr. Estela Padilla vom Pastoralinstitut Bukal ng Tipan in Taytay auf den Philippinnen berichtet über die Erfahrungen ihrer Ortskirche mit Partizipation. Die Erkenntnisse sollen Ausgangspunkt sein für ein Nachdenken über Wege, in unserer postmodernen Situation in Deutschland Kirche zu bilden. Fünfzehn Workshops laden dazu ein, sich über Modelle von Partizipation zum Beispiel in der Gemeindeleitung und am Beispiel der Liturgie auszutauschen, sich aber auch von partizipativen Wegen der Beteiligung aus nichtkirchlichen Bereichen inspirieren zu lassen. (CLM)